27.12.2023 Zurück zur Übersicht

Starke zweite Jahreshälfte der Zug Open-Stars

In wenigen Tagen geht in Brisbane und Hong Kong die ATP-Saison 2024 los mit dem ersten grossen Highlight Australian Open ab Mitte Januar. Mit viel Spannung fiebern die Tennisfans diesen ersten Matches entgegen. Einige Spieler, welche Ende Juli 2023 am Zug Open aufschlugen, haben in der zweiten Jahreshälfte mit starken Leistungen für Furore gesorgt – und bald wird sich zeigen, ob sie diesen Schwung ins neue Jahr mitnehmen können.

Dominic Stricker

Der 21-jährige Berner sorgte für das herbstliche Tennishighlight aus Schweizer Sicht. An den US Open, wo er zum dritten Mal in Folge in einem Grand-Slam-Haupttableau spielte, reihte er inklusive Qualifikation 6 Siege aneinander. Mit dem Erreichen des Achtelfinals gelang ihm ein veritabler Exploit. Er schlug u.a. den Griechen Stefanos Tsitsipas (ATP 7) in einem denkwürdigen 5-Satz-Match in der zweiten Runde. Nach einem weiteren Fünfsätzer gegen den Franzosen Benjamin Bonzi bedeutete erst Lokalmatador Taylor Fritz (USA, ATP 9) Endstation.

Ein weiterer starker Auftritt an den Swiss Indoors Basel, wo er dank einem Sieg über den Norwerger Casper Ruud (ATP 8) die Viertelfinals erreichte, sicherte Stricker die Teilnahme an den Next Gen ATP Finals im saudi-arabischen Jeddah. Beim Event, wo sich die achtbesten U21-Spieler der Saison messen, musste Stricker im Halbfinale gegen den späteren Sieger Hamad Medjedovic verletzungsbedingt aufgeben.

Aufgrund dieser erlittenen Oberschenkelverletzung ist immer noch ungewiss, ob Stricker am Australian Open teilnehmen kann, wie er im SRF-«Sportpanorama» (17.12.2023) erklärte. 

Hamad Medjedovic

Auf ein sehr starkes Swiss Open Gstaad (ATP 250) mit dem Halbfinaleinzug folgte am Zug Open eine bittere Erstrundenniederlage gegen Jurij Rodionov. Doch ein dritter Challenger-Triumph 2023 in Mallorca (nach Szekesfehervar/​HUN und Mauthausen/​AUT) und ein erreichter Halbfinal beim ATP 250-Turnier von Astana im September ebneten Medjedovic die Qualifikation für die Next Gen ATP Finals. Und bei diesen spielte der 20-jährige Serbe gross auf: Er gewann sämtliche Round Robin-Matches, und schlug nach der Aufgabe von Stricker im Halbfinal den Turnierfavoriten Arthur Fils (FRA, ATP 36) im Endspiel. Nach dem Sieg von Novak Djokovic bei den «Grossen» der ATP Finals in Turin waren also beide Saisonendturniere fest in serbischer Hand.

Starke zweite Jahreshälfte der Zug Open-Stars

Kilian Feldbausch

Auf den 17-jährigen Genfer Kilian Feldbausch – mit einer Wildcard ausgestattet –wartete am Zug Open gleich in der ersten ein Hammerlos: Kein Geringerer als Fabio Fognini stand ihm auf dem Centre Court des Tennisclub Zug gegenüber. Trotz der 4:6 2:6‑Niederlage nahm das Jungtalent viele positiven Erfahrungen auf der ATP Challenger Tour mit in den Herbst. Nach einigen Turnieren der niedrigeren Stufe ITF M15 und M25 in Europa und Süd-/Nordamerika folgte Ende November der fulminante Glanzpunkt zum Saisonabschluss: Am Challenger-Turnier von Maspalomas auf den kanarischen Inseln reihte Feldbausch Sieg um Sieg aneinander, was in einem erstmaligen Challenger-Finaleinzug gipfelte. In einem hartumkämpften Endspiel unterlag Feldbausch nach 2:20 Stunden dem Spanier Pedro Martinez (ATP 117).

Starke zweite Jahreshälfte der Zug Open-Stars

Fabio Fognini

Nach langen vier Jahren und gegen Ende einer von Verletzungen geprägten Saison kam der Masters-1000-Champion von Monte Carlo 2019 beim Challenger-Turnier von Valencia wieder zum Gefühl eines Turniersiegs. Er bezwang den Spanier Roberto Bautista Agut (ATP 62) nach abgewehrtem Matchball und über drei Stunden Spielzeit mit 3:6 7:6 7:6. Es war dies der Höhepunkt eines herbstlichen Steigerungslaufs, der in Zug seinen Anfang nahm. Beim Challenger-Turnier von Bergamo erreichte Fognini den Final (u. Thiago Seyboth Wild), bevor er beim ATP 250-Turnier in Metz nach eindrücklichen Leistungen mit einem Halbfinaleinzug belohnt wurde.

Starke zweite Jahreshälfte der Zug Open-Stars

Zizou Bergs

Ein spezielles Happy End nahm die Saison des Belgiers Zizou Bergs. Auch er machte wie Medjedovic mit starken Leistungen in Gstaad auf sich aufmerksam (Viertelfinals), bevor er sich am Zug Open in den Viertelfinals Jurij Rodionov geschlagen geben musste. Was erst viel später publik wurde: Bergs – dem in Zug auch wegen seiner süssen vierbeinigen Begleitung Copain die Fanherzen zuflogen – zog sich dabei eine Verletzung am linken Handgelenk zu, aufgrund derer er einige Turniere verpasste oder bei Schlägen auf der Rückhandseite nur noch Slice spielen konnte. Nach dem Comeback und der vollständigen Genesung spielte Bergs zum Saisonende gross auf: Mit den Challenger-Titeln in Drummondville/​CAN und Yokkaichi/​JPN fügte er dem im Frühjahr gewonnenen in Tallahassee/​USA die Nummern 2 und 3 der Saison hinzu und sorgte für einen versöhnlichen Saisonabschluss. 

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